Diese 7 weiteren Militärschläge hat Trump seit Anfang 2025 verantwortet
Somalia: Angriff auf Al-Qaida-Freunde
Im Februar 2025 weitete die Trump-Regierung ihre Anti-Terrorismus-Interventionen im Raum zwischen dem Nahen Osten und dem Horn von Afrika aus. Ziel waren anfänglich Standorte der al-Shabaab-Milz in Somalia. Die islamistische Rebellengruppe ist mit Al-Qaida assoziiert und verlor bei den Attacken gemäss dem Washingtoner Thinktank New America fast 200 Kämpfer. Demgemäss soll Trump alleine im vergangenen Jahr in Somalia 126 Einsätze bewilligt haben – also mehr als die Vorgänger Bush, Obama und Biden zusammen.
Jemen: Operation Rough Rider
Nachdem Israel 2025 den Gazastreifen angegriffen hatte, begannen die Huthi-Rebellen im Jemen eine Angriffswelle auf amerikanische Handelsschiffe im Roten Meer. Donald Trump reagierte im März mit Luftangriffen auf mehrere Basen der Miliz. Das Ergebnis gilt bei den meisten Beobachtern als gemischt: Zwar gingen die Drohnenattacken der Huthis zurück. Ganz endeten sie jedoch erst im Mai 2025 – mit dem Waffenstillstand in Gaza. Der Einsatz kostete die USA rund eine Milliarde Dollar.
Irak: IS-Vize weggebombt
Ebenfalls im März 2025 befahl Trump einen Präzisionsangriff auf das Versteck von Abdullah Makki Muslih al-Rifai im Irak, der Nummer Zwei der Terrororganisation Islamischer Staat. Die Mission verlief aus amerikanischer Sicht erfolgreich und endete mit dem Tod des IS-Vize. Trump lobte am Tag darauf das US-Militär und bezeichnete die Intervention als Beispiel für seine «Frieden durch Stärke»-Politik. Nadelstichartige Angriffe im Irak sind allerdings keine Trump-Erfindung: Solche gibt es seit 2014, als die Obama-Regierung damit begann.
Syrien: Operation Hawkeye Strike
Am 19. Dezember 2025 starteten die Amerikaner gemeinsam mit jordanischen Verbündeten eine weitere Aktion gegen den Islamischen Staat. Die Operation war die Antwort auf ein Attentat in der syrischen Stadt Palmyra, in der einige Tage zuvor US-Soldaten getötet und verletzt worden waren. Trump schwor damals «ernsthafte Vergeltung», sein Kriegsminister Hegseth sprach von einer «Racheerklärung». Die neue syrische Führung versprach den USA eine Kooperation beim Vorhaben, den IS im Land zu bekämpfen.
Nigeria: Religiöse Konflikte
Auch am ersten Weihnachtstag 2025 blieb die Trump-Regierung nicht untätig. Der Präsident gab bekannt, verschiedene Basen des IS in Nigeria bombardiert zu haben. Auslöser war gemäss der US-Regierung die gezielte Ermordung von Christen im Land, die auf Aktivitäten jihadistischer Gruppen zurückgehe. In seiner zweiten Amtszeit hat Trump Nigeria wegen religiöser Konflikte speziell ins Visier genommen. Seit vergangenem Oktober ist das Land wieder auf der Liste jener Länder, in welchen die USA mangelnde Religionsfreiheit beklagen.
Venezuela: Erfolgreiche Entführung
Drei Tage alt war das neue Jahr, als Trump Venezuelas Staatsoberhaupt Maduro und dessen Frau entführen liess. Um die 75 Sicherheitsleute Maduros sollen dabei ums Leben gekommen sein. Trump stellte später klar, dass kein Regime Change sein Ziel gewesen sei, sondern dass die USA von Venezuelas Öl-Industrie profitieren könne. Es war der bisher einzige Einsatz dieser Wichtigkeit, bei dem die USA unter Trump Bodentruppen einsetzten. Trump bevorzugt Aktionen im Kommando-Stil. Bis heute bleibt Venezuela für die USA dennoch ein schwieriges Pflaster.
Karibik: Militär zerstört Drogenboote
Nicht nur Staaten wurden in den vergangenen Monaten zum Ziel von US-amerikanischen Bomben, sondern auch die Boote von Drogen-Schmugglern in der Karibik und im Pazifik. Die Regierung gibt an, damit den illegalen Handel mit Substanzen wie Fentanyl bekämpfen zu wollen. Mindestens 45 Boote sollen bisher getroffen worden sein, wenigstens 151 Menschen sind dabei getötet worden. Die Vorgehensweise Trumps zur Drogenbekämpfung ist innenpolitisch aber umstritten: Mehrere demokratische Politiker haben sich gegen diese Strategie ausgesprochen. (aargauerzeitung.ch)
